Ablauf der Mediation
Alle wissen es und doch ist es so schwer:
Die Lösung lautet Kommunikation
Meine Aufgabe ist es, die Konfliktparteien wieder in eine wertschätzende und lösungsorientierte Richtung zu bringen. Dabei bediene ich mich gerne der Mediation. In Unternehmen kann es auch ein Teamtraining oder Coaching sein.
Die Mediation ist im Mediationsgesetz geregelt. Hierin sind Ablauf, Struktur und die wesentlichen Rahmenbedingungen definiert. Aus meiner Perspektive sind die 2 wichtigsten Kernpunkte:
- Die Verschwiegenheit. Sie bestimmen, was aus den Treffen nach außen dringen soll. Sie können meiner Diskretion gewiss sein.
- Meine Allparteilichkeit. Wieso nicht unparteilich? Ich möchte, dass jeder am Ende gewinnt.
Im folgenden erläutere ich die Phasen des Prozesses.
1. Phase: Eröffnung
Ich beschreibe das Verfahren und sie können Ihre Fragen zum Prozess klären. Wir entwickeln gemeinsam Verhaltensregeln, sodass die Gespräche den Rahmen bekommen. Im Abschluss definieren sie ihre Mediations-vereinbarung. Was möchten sie am Ende der Mediation erreicht haben?
2. Phase: Themensammlung
Sie bringen alle Themen zur Sprache, die in dem Konflikt eine Rolle spielen. Jeder trägt seinen Standpunkt nacheinander vor und hat so viel Zeit, wie erforderlich ist, alles auszusprechen. Ich fasse zusammen, formuliere um und hinterfrage, dabei stelle ich Verständnisfragen und versuche sicherzustellen, dass alle Themen benannt werden.
3. Phase: Interessen klären
Was sind die Interessen und Bedürfnisse der Betroffenen? Oft kommt im Konflikt nur die Spitze des Eisbergs hervor. In dieser Phase schauen wir, was sich unter der Oberfläche befindet. Ich achte darauf, dass die Motive, Bedürfnisse und Gefühle herausgearbeitet werden.
4. Lösungen finden
Wir sammeln zunächst Optionen und Vorschläge, die für eine Lösung geeignet sein könnten. Erst im nächsten Schritt werden diese diskutiert und bewertet, welche Lösungsvorschläge einigungs- und realisierungsfähig sind. Eine Einigung wird angestrebt.
5. Vereinbarung treffen
Am Ende einer Mediation wird das Ergebnis schriftlich festgehalten. Ziele sollen "SMART" formuliert sein. Der Begriff ist eine Abkürzung aus dem Amerikanischen, und die Buchstaben stehen für: "spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert".